Das Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft braucht Ihre Unterstützung

Angesichts massiver Sparzwänge an der Universität Greifswald hat die Philosophische Fakultät die Einschreibungen für die Studiengänge der Musikwissenschaft am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft ausgesetzt. Damit ist die Existenz des Instituts und mittelbar damit auch die Greifswalder Bachwoche massiv gefährdet.

Wir haben die Fakultät aufgefordert, den Einschreibungsstopp zurückzunehmen.

Bitte unterstützen auch Sie uns und die Greifswalder Bachwoche! Schreiben Sie an die u.g. Adressen und erzählen den Verantwortlichen, wie wichtig Ihnen ganz persönlich der Erhalt der Kirchenmusik in Greifswald ist!

Dekan der Philosophischen Fakultät: Prof. Dr. Stephan Kessler

Email: gf.phf@uni-greifswald.de

Rektorin der Universität Greifswald: Prof. Dr. Katharina Riedel

Email: rektorin@uni-greifswald.de

80. Greifswalder Bachwoche "Bach ad infinitum“ – zieht eine erfolgreiche Bilanz

Mit 9.400 Besucherinnen und Besuchern der insgesamt 40 Konzerte, Gottesdienste und Veranstaltungen kann die 80. Greifswalder Bachwoche eine überaus erfolgreiche Bilanz ziehen. Der Greifswalder Dom die Marienkirche und die St. Jacobikirche waren bei den meisten Veranstaltungen bis auf den letzten Platz gefüllt. Und auch die kleineren kammermusikalischen Formate erfreuten sich großer Nachfrage. Der künstlerische Leiter der Bachwoche Prof. Frank Dittmer hatte ein Programm zusammengestellt, das beim Publikum viel Anklang fand. Unter dem Motto „Bach ad infinitum“ wurde an 80 Jahre Bachwochen in Greifswalder erinnert und in alle Richtungen ausbuchstabierte, dass die musikalischen und theologischen Anregungen, die von Bach bis in unsere heutige Zeit reichen, „ins Unendliche“ gehen.

Einen fulminanten Höhepunkt und Abschluss fand die Bachwoche am Samstagabend mit der Aufführung des h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach. Der Greifswalder Domchor, das Orchester der Greifswalder Bachwoche und die vier SolistInnen begeisterten unter der Leitung von Frank Dittmer die 700 ZuhörerInnen im ausverkauften Dom.

 Ein besonderes Erlebnis für Freunde Bachscher Musik waren auch das Eröffnungskonzert mit Bachs Magnifikat, das Konzert des CLMUS-Ensembles und Natalya Pasichnyk am Klavier, sowie das Konzert der NDR Bigband unter der Leitung von Steffen Schorn. Ebenso intensiv nachgefragt war das Kammermusikprogramm: Der Bogen spannt sich vom Clavichordkonzert über die große Kammermusik, in der der Konzertmeister der Komischen Oper Gabriel Adorján und die Flötistin Magdalena Bogner besonders glänzten, einer Konzertreise nach Jarmen und Loitz mit einem StreichquartettProgramm und einem Liedernachmittag, bis hin zu einer Aufführung der Biber-Mysteriensonanten durch das Ensemble Urban Strings im Sonnenaufgang des Greifswalder Doms. Daneben gab es wieder zwei Kinderkonzerte, ein spektakuläres Jugendtanzprojekt des Humboldgymnasiums, sowie Blechbläsermusik durch das Enselmle Brasscussion bzw. Blechbrise. Die traditionelle mitternächtliche Orgelmusik „Bach zur Nacht“ beschloss jeden Bachwochentag im Dom.

 Sehr erfreulich waren schließlich wieder die Besucherzahlen der täglichen "Geistlichen Morgenmusiken" – das Herzstück der Bachwoche - und des Festgottesdienstes (durchschnittlich 400 Besucherinnen und Besucher, jeweils mit Aufführung einer Bachkantate).

So erfolgreich soll es auch im nächsten Jahr weitergehen. Die 81. Greifswalder Bachwoche ist bereits in Planung. Sie findet vom 7. – 13. Juni 2027 statt.

 

Tilman Beyrich